Die manuelle Therapie ist eine spezielle Behandlungstechnik, die bei Funktionsstörungen des Bewegungsapparates (Gelenke, Muskeln und Nerven) Anwendung findet. Diese Funktionsstörungen werden durch Fehl- und Überbelastung ausgelöst, die bei Nichtbehandlung zu strukturellen Veränderungen im Körper führen können. Das Zusammenspiel der funktionellen Einheit Gelenk/Muskel/Nerv ist dann gestört und verursacht Beschwerden.

Im menschlichen Körper finden stetig Umbau- und Regenerationsvorgänge statt, die durch die manuelle Therapie aktiviert und unterstützt werden können. So wird zum Beispiel durch Traktion ein leichter Unterdruck im Gelenk erzeugt, indem die Gelenkflächen vorübergehend voneinander entfernt werden. Hierdurch wird die innerste Haut der Gelenkkapsel angeregt, mehr Gelenkflüssigkeit zu produzieren. Diese Flüssigkeit wird benötigt, um den Knorpel zu ernähren und ein verbessertes Gleiten der Gelenkpartner zu ermöglichen. Zudem erfährt der Patient eine Schmerzlinderung durch die Gelenkentlastung, die letztendlich auch eine Entlastung für die empfindlichen Kapselrezeptoren bedeutet.

Das Kinesio-Taping unterstützt nahezu das gesamte physiotherapeutische Behandlungsspektrum wie Rückenbeschwerden, Muskelverspannungen, Gelenkinstabilitäten, findet auch Anwendung im Rahmen der Lymphdrainage nach operativen Eingriffen, Verletzungen oder Schwellungen. Im Leistungssport hat sich diese Therapieform sowohl in der Behandlung als auch in der Prävention und Trainingsvorbereitung etabliert.

Die Elastizität des Tapes ist vergleichbar mit der Eigendehnung des menschlichen Muskels. Aufgeklebt wird das Tape über eine Acrylbeschichtung, die über die Körperwärme aktiviert wird. Das Tape besteht aus Baumwolle, enthält keine Wirkstoffe oder Klebemittel und ist dadurch hautneutral. Es behält seine Wirkung unter verschiedensten Belastungen wie bei der täglichen Arbeit, beim Sport und sogar beim Schwimmen bei.

Die Kinesio-Taping-Therapie nutzt im Wesentlichen zwei Effekte: zum einen die Stimulation der Hautrezeptoren und damit verbunden eine Schmerzdämpfung und Verbesserung der Tiefensensibilität (Propiozeption). Hierdurch kann gezielt positiver Einfluss auf das komplexe Zusammenspiel von Muskel, Gelenkspiel und Kaselbandapparat genommen werden. Zum anderen werden über das elastische Tape und die Anlagetechnik die Haut und das darunterliegende Gewebe angehoben. Dadurch entsteht mehr Raum, die Lymphe kann besser abfliessen, die Blutzirkulation wird verbessert und die Schmerzrezeptoren entlastet. Allein die verbesserte Blutzirkulation regt die Heilungsprozesse an. Hinzu kommen noch die Effekte des verbesserten Lymphabflusses und die Entlastung der Schmerzrezeptoren. Hierdurch erklärt sich das breite Anwendungsspektrum dieser Therapieform.

Ein Triggerpunkt ist eine minderdurchblutete Zone in einem Muskel, welche den Muskel daran hindert, zu entspannen. Ein aktiver Triggerpunkt verursacht bei der manuellen Behandlung Schmerzen, welche einen typischen Übertragungsschmerz reproduzieren.

Die manuelle Triggerpunkttherapie übt Druck auf den Triggerpunkt aus, der Muskel wird währenddessen aktiviert und gedehnt. So kommt es zu einer lokalen Verbesserung der Durchblutung und folglich zu einer Besserung der Problematik.

Dry Needling

Das «Dry Needling» ist eine wirksame Ergänzung zur manuellen Triggerpunkt-Therapie. Der sogenannte Triggerpunkt wird mit einer Akupunkturnadel gestochen. Hierbei wird der Triggerpunkt durch den Nadelstich stimuliert, es wird kein Medikament appliziert.

Beim Stich in den Triggerpunkt zieht sich der entsprechende Muskelstrang zusammen, um sogleich zu entspannen. Auf diesem Weg können Verkrampfungen gelöst und die lokale Durchblutung verbessert werden. Die Ursachen für die Beschwerden werden direkt angegangen.

Das Dry Needling findet Anwendung bei der Behandlung von Schmerzsyndromen, in der Sportphysiotherapie und der orthopädischen Rehabilitation.

Mit Hilfe des Physiotherapeuten erkennt der Patient über die eigene Wahrnehmung falsche Bewegungsmuster und ungünstige Haltungen, die er dann selber korrigieren oder ausgleichen kann.

Es werden Schmerzen sowie funktionelle Bewegungseinschränkungen behandelt. Die Übungen werden dabei so ausgewählt, dass es zu einer Ökonomisierung der Bewegungsabläufe kommt. Ziel ist es, eine korrigierte Haltung und verbesserte Bewegungskoordination zu erreichen.

Trainingstherapie

Die Trainingstherapie beinhaltet das gezielte Auftrainieren von Muskeln, die Verbesserung des Gleichgewichtes und der Koordination.

Dabei werden Kraft, Ausdauer, Koordination, Gleichgewicht und Beweglichkeit berücksichtigt, um die Belastungstoleranz der verschiedenen Gewebestrukturen zu verbessern. Trainingspläne werden individuell ausgearbeitet, um den bestmöglichen Erfolg zu erreichen.

MBT-Schuhe

Das moderne Leben beansprucht täglich unseren Körper. Dieser ist ursprünglich nicht für das Gehen auf harten, flachen Böden geschaffen worden, sondern für das Gehen auf natürlichem, unebenen Boden.

Die patentierte MBT-Sohlenkonstruktion simuliert diesen natürlichen Boden, der zu einer natürlichen Instabilität führt. Der Körper wird veranlasst, vernachlässigte Muskeln zu aktivieren, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Somit wirkt der Schuh auch unterstützend beim Muskelaufbau. Das regelmässige Tragen der MBTs reduziert die Belastung auf Rücken und Gelenke und verbessert somit Ihren Gang und Ihre Haltung. Der MBT wird bei der Behandlung von Rücken-schmerzen, Gelenkproblemen, Fussproblemen und Venenleiden eingesetzt.

Matrix-Rhythmus-Therapie

Sie ist eine direkt aus der zellbiologischen Grundlagenforschung entwickelte Basis-Behandlungsform. Mit einem sogenannten Resonator wird die physiologische Eigenschwingung der Skelettmuskulatur und des Nervensystems angeregt, um diese wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Bei der Innoplate handelt es sich um eine Schwingungsplatte, auf der man in verschiedensten Positionen trainieren kann. Die Platte schwingt mit natürlichen, dreidimensionalen, mechanisch erzeugten Schwingungen, die mit einer definierten Amplitude und Frequenz auf das neuromuskuläre System wirken. Die Vibrationen der Platte übertragen sich auf den Körper bzw. die zu trainierende Muskulatur.
Der grosse Vorteil der Innoplate ist die Multidimensionalität. Sie «rüttelt» nicht nur auf und ab, sondern schwingt dem menschlichen Gang nachempfunden.

Die Muskellängenveränderung durch die Schwingungen verändert die Form des Muskels und ändert die Weite der Blutgefässe, wodurch sich die Blutpump-Funktion der Muskulatur vergrössert. Somit erreichen wir mit der Innoplate eine Verbesserung der Durchblutung und eine Verbesserung des Zusammenwirkens von peripherem und zentralem Nervensystem. Die Frequenz des Gerätes kann variiert werden, um verschiedene Wirkungsweisen zu erreichen. So kann sowohl der Lymphabfluss gesteigert werden, die Muskulatur effektiver trainiert und gedehnt werden oder auch ein schmerzlindernder Effekt über das zentrale Nervensystem herbeigeführt werden.

Grosse Vorteile des Trainings auf der Innoplate gegenüber herkömmlichem Training sind z. B., dass die Trainingszeiten viel kürzer sind und die Belastung auf den Körper damit viel geringer sind. Die Vibrationen gelangen tiefer in den Körper und erreichen damit Strukturen, die durch «normales» Training nur schwer erreicht werden können.

Die physiotherapeutische Behandlung kann durch die Stosswellentherapie wirkungsvoll ergänzt werden. Die Stosswellentherapie hat sich in den letzten zehn Jahren als erfolgreiche und nachhaltige Therapie zur Behandlung von Beschwerden am Bewegungsapparat entwickelt und etabliert.

Die Eindringtiefe der Stosswelle beträgt 3–4,5 cm. Es finden molekulare Veränderungen in den Zellen und Geweben statt, die Entzündung wird gehemmt und die Schmerzempfindlichkeit vermindert. Insgesamt werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert. Erfahrungsgemäss sind für das Erreichen von Schmerzfreiheit oder -linderung mindestens drei bis fünf Sitzungen (1x pro Woche) notwendig.

Folgende Beschwerden können mit Stosswellentherapie unterstützend behandelt werden:

  • Schulterschmerzen mit oder ohne Kalkeinlagerung
  • Sehnenansatzreizungen, Schleimbeutelentzündungen
  • Patellaspitzensyndrom
  • Achillessehnenbeschwerden
  • Fersensporn

Die therapeutischen Ziele der Narbenmassage umfassen verschiedene Bereiche der Narbe und beschränken sich nicht nur auf deren äussere Erscheinung. Im Mittelpunkt steht die Wiederherstellung der normalen Hautdehnung und der adäquaten Hautspannung im Bereich rund um die Narbe.

Dabei spielt die Verschiebbarkeit der Bindegewebeschichten zueinander (Haut, subkutanes Gewebe, oberflächliche und tiefe Faszien) eine wichtige Rolle, um fibröse Adhäsionen zu vermeiden und bestehende zu lösen. Das Ziel ist eine Verbesserung der funktionellen Mobilität sowie die Prävention von Steifigkeit und Narbenkontraktur.

Unter Massage versteht man eine durch Druck, Zug oder Vibration von aussen auf die Haut, gegebenenfalls auch auf tieferliegende Gewebe einwirkende Behandlungsmassnahme.

Zur Narbenmassage können viele Techniken aus der klassischen Massage verwendet werden wie Effleurage (Streichungen, Knetungen, Dehnungen, Friktionen (Reibungen) und Hautverschiebungen).

Die manuelle Lymphdrainage unterstützt und aktiviert das Lymphgefässsystem im ganzen Körper.

Es werden rhythmische und schmerzfreie Griffe angewandt, die in einer dem Krankheitsbild entsprechenden Reihenfolge durchgeführt werden. Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) unerlässlich.

Im GLA:D® Schweiz Programm werden eine einheitliche Untersuchung und ein standardisiertes, evidenzbasiertes und praxiserprobtes Beratungs-, Instruktions- und Übungsprogramm mit individuellen Dosierungs- und Steigerungsmöglichkeiten eingesetzt.

Nachdem die Patientinnen und Patienten das Programm absolviert haben, verfügen sie über ausreichende Kompetenzen, um ihre Knie- oder Hüftprobleme eigenständig zu managen. Dies bestätigen auch die Langzeitresultate aus Dänemark nach 12 Monaten.

Schmerz, Gehfähigkeit und Lebensqualität waren nach 3 und 12 Monaten signifikant besser und verzeichneten keinen Abfall nach 12 Monaten wie bei anderen Behandlungsmethoden.

https://gladschweiz.ch/

Jeweils Dienstags und Donnerstags von 17.45-18.45 Uhr finden bei uns in der Orthopädie am See insgesamt 12 Gruppensitzungen mit neuromuskulärem Übungsprogramm statt. Hier lernen Sie Ihre Bewegungen und Haltung zu kontrollieren, trainieren Ihre Muskelkraft und lernen funktionale Übungen in den Alltag zu integrieren.

Bei Interesse oder fragen melden Sie sich gerne telefonisch unter 071 677 00 77 oder per E-Mail physio@oas.ch

Gruppentherapie für Patienten/innen mit Hüft- / Kniegelenksersatz
Wir empfehlen ca. 10 Wochen nach Operation das Erlernen von selbständigen Übungen im Rahmen einer Gruppentherapie unter physiotherapeutischer Aufsicht. Die Physiotherapeuten/innen der Orthopädie am See bieten eine solche im Wochenrhythmus an. Da diese auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmt wird, besteht für Sie die Möglichkeit, jederzeit in diese Gruppentherapie einzusteigen.

Ablauf:
– Zu Beginn wird durch den Physiotherapeuten/in Ihr Rehabilitationsstatus evaluiert
– Zusammen mit weiteren Patienten üben Sie während einer Stunde Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht, Mobilität und Stabilität
– Sie erhalten Übungsblätter zur Unterstützung des regelmässigen Trainings zu Hause
– Nach 9 Sitzungen wird erneut eine individuelle Standortbestimmung durchgeführt, um den Therapieerfolg zu messen

Eine entsprechende Physiotherapieverordnung für 9 Gruppentherapie-Sitzungen wird Ihnen vom Operateur ausgestellt.

Die physiotherapeutische Einzeltherapie kann parallel dazu auf 1 x pro Woche reduziert werden. Mit der Gruppentherapie leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur kostenbewussten Nachbehandlung.

Funktionstraining
Physiotherapeutisch  geleitete  Gruppengymnastik mit Bewegungs- und Entspannungsübungen aus dem Yoga und der Spiraldynamik

Fortlaufender Kurs am Mittwochabend von 16:30 bis 17:30 Uhr, ausser in Ferienabwesenheit der Kursleiterin (wird rechtzeitig mitgeteilt), Einstieg jederzeit möglich!

Voraussetzungen: Sicheres Absetzen und Aufstehen vom Boden

Mitzubringen: Sportbekleidung, Socken, Handtuch

Kosten/Abrechnung: Die Teilnehmer erhalten nach 9x eine Rechnung  über 225 Franken. Bitten Sie evt Ihren Arzt um eine Physioverordnung für Gruppentherapie.